So schön ist es im Windrather Tal
Wir sind in entdeckerlaune. Wir wissen, dass es Zuhause doch am schönsten ist. Urlaub auf Balkonien muss deswegen dennoch nicht sein und deswegen geht es raus vor die Haustür, die Heimat entdecken. Schönes NRW. Wusstest Du dass die Schweiz auch in NRW liegt? Zumindest die Elfringhauser Schweiz unser heutiges Ziel. Genau gesagt die südliche Schweiz.
Schon die Fahrt zum Ausgangspunkt erlaubt einen kleinen Vorgeschmack was uns erwarten wird. Bewaldete Hänge mit einem ersten, zarten grünen Schimmer, Täler mit saftigen, grünen Wiesen, die von kleinen Bächen durchzogen werden. Blauer Himmel und Sonnenschein. Enge, einspurige Straßen, hier und da ein Bauernhof in der typisch bergischen Fachwerk-Schieferarchitektur und Natur. Natur pur. Als Wanderführer haben wir schon den am Wochenende erprobten ruhr-guide engagiert. Die Beschreibungen sind ausführlich und wie wir im Laufe der Wanderung feststellen immer treffend.
Aber jetzt gehts endlich los. Shaddy freut sich über die ausgedehnten Wiesen und animiert uns mit einem “Hasch mich ich bin der Frühling” Spurt. Ihr gefällts. Wir atmen tief durch, atmen die gute Luft und erfreuen uns über den Anblick dieser wunderbaren Landschaft. Nach einer kurzen Wanderung durch die Wiesen kommen wir an ein kleines Wäldchen. Auch hier hat Kyrill schrecklich gewütet, dennoch hat es sein Charme nicht verlohren: im Tal fließt der Deilbach. Hätten wir nicht gerade erst mit der Wanderung begonnen könnte man hier verweilen, picknicken und den “leven Jott ne jote Mann sein losse”. Uns zieht es dennoch weiter, denn es gibt so viel zu entdecken. Wir wandern an schönen Häusern und Fischteichen vorbei, durch Bauernhöfe, bestaunen Häschen, die wie Kühe gefärbt sind, Pferde, freuen uns über das schöne Wetter, klettern über Bäume, streifen durch ein Wäldchen. Shaddy, bester Laune zieht vorran. Immer der Nase nach. Fast am Ende des Berges, den wir gerade erklimmen sehe ich, wie nur ihr wertes Hinterteil in den Himmel ragt. Wieder und immer wieder taucht sie mit ihrer Schnauze in das saftige grün der Weide auf der sie sich befindet. Dann wälzt sie sich genüßlich. Das Leben ist schon eins der schönsten, scheint sie sich zu denken. Endlich angekommen können wir es kaum fassen, nein wir können es kaum riechen. Der Bauer quasi kaum weg, das Feld frisch gedüngt und Shaddy freut sich über ihr neues Eau de Toilette “Tarnkleid”.
Wir steigen den Berg weiter hinauf – langsam wird uns warm. Oben angekommen finden wir eine Bank. Dies wird ein Plätzchen für ein kleines Päuschen sein. Wunderbare Sicht über die Täler, Sonne, windstill, leichte Brise frische Landluft von Madame S. zu unseren Füßen. Shaddy ist richtig albern – Bull shit verleiht Flügel! Ohh wie schön es hier ist! Herrlich! Wir freuen uns über – über diesen wunderbaren Tag. Einen Moment nicht aufgepasst – schwups war Paul weg- ich sehe noch eine Katze. Katze in den Hof. Paul hinter her. Katze großer Vorsprung. Im Hof großer Bernersennenhund. Paul an der Haustür vorbei. Besitzer kommt aus Haustür. Mein Adrenalinspiegel steigt. Besitzer ist locker. Berner Wolfgang ist auch locker. Paul kommt wieder. Theo will Ball von Wolfgang klauen. Besitzer wünscht uns noch schöne Wanderung.
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