Archiv: April, 2008
Tief im Westen
Zwischen qualmenden Schloten
Ein Schild weist auf eine schützenswerte Landschaft. Die vom letzten Hochwasser getränkten Rheinauen, mit schönen alten Baumbestand und dem, wie für den Sonnenuntergang bestellen Schwanenpaar, welches seelig noch ein kleines Ründchen schwimmt, wirken wirklich mehr als idyllisch. Schöne Rheinauenlandschaft. Wenn hier nicht immer so ein Kirmeslärm wäre. Noch eine Runde meine Damen und Herren, noch eine Runde .. kann es jeden Moment aus dem Nichts tönen. Stattdessen macht sich eine riesige Wolke aus Dampf breit. Wir sind am Alsumer Berg einer ehemaligen Schutthalde in Duisburg. Von hier hat man ein atmenberaubenden Überlick über “Industrie pur”. Ruhrgebiet pur. Ein spannende Kulturlandschaft. Wir sind schwer begeistert. Kaum hat sich der Dampf aufgelöst und gibt den Blick frei auf die Angler, die versuchen noch den großen Fang zu machen bevor es dunkel wird, fängt der Kirmessound wieder an. Wir sind auf die nächste Dampfwolke eingestellt. Aber ich glaube den Fisch würde ich nicht essen wollen. Wir krakseln den kleinen Berg hinauf, um noch einen besseren Ausblick zu haben. Häschenhügel würde es wohl besser beschreiben. Wir genießen den Ausblick.
Dennoch zieht es uns zu einem weiteren Tatort, der Matena Straße. Besser dem Tunnel – der ist nämlich vielen Schimanski Fans bekannt. Vorher läßt es Theo sich aber nicht nehmen eine kleine Runde im Rhein zu schwimmen. Am Tunnel angekommen ist Theo also noch ziemlich naß. Ich hatte mir vorgenommen ein Foto von den beiden zumachen. Also raus aus dem Auto rein in diesen Tunnel mit dieser einzigartigen Atmosphäre. Stillgestanden und bitte lächeln. Fertig – ab nach Hause. Verfahren, mit dem letzten Tropfen eine Tanke finden. Mal wieder. Dafür aber jede Menge tiefergelegter Autos gesehen und diese Gegend erkundet, die einfach anders ist. Durch die Industrie geprägt reicht nicht aus um es zu beschreiben. Theo hinterläßt schwarze Fußspuren im Hausflur. Und überhaupt ist er schwarz, rußig und stinkt nach Kohle. Auch das gehört wohl zu einer echten Tour de Ruhrpott dazu zu.
Für die schönen Dinge im Leben
… neulich im Internet …
Ab einem gewissen Alter mehren sich die Geburtstage. Im Freundeskreis kommt ständig ein neuer dazu, weil der Storch Nachwuchs vor der Tür abgelegt hat. Für schöne Kinderzimmer und schöne Geschenke hier ein paar Ideen:
Hunde und Kinder sind eine tolle Kombination und einen Wauzi als besten Freund wünscht sich schließlich jedes Kind oder? Wer möchte das die lieben kleinen mit allem möglichen Getier großer werden, macht einfach wunderbar bunte Scherenschnitte an die Wand. Wer möchte da nicht noch mal Kind sein? Wer noch nicht genug Tiere an den Wänden hat, schaut für weitere schöne Sticker hier. Damit man all die neuen Geburtstage nicht vergisst hilft Waldi gerne weiter.
Wir kommen alle in die Jahre
Alles lässt langsam nach
Eher unmerklich passiert es. Unaufhaltsam und schleichend. Jeden Tag ein bisschen. Nur um dann plötzlich festzustellen: Ich bin alt. Paul ist jetzt alt. Für den außenstehenden ist dies vielleicht nicht so auszumachen, denn graue Haare hat er ja viele. Auf Spaziergängen haben mich schon viele Leute quasi beglückwünscht, dass ich einen so alten, aber fitten Hund habe. Dabei scheint nicht aufzufallen, dass Paul um die Schnauze oder Augen noch überhaupt nicht grau ist und das grau einfach zur charakteristischen Färbung seines Felles gehört. Beim Menschen sind Frauen wie Männer hingegen meistens panisch auf der Suche nach den ersten grauen Haaren oder Falten. Frauen werden häufiger als Männer, der Frage ausgesetzt, ob man mit 30 schon zur Kategorie “reife” Haut gehört. Die Frau ab 50 scheint laut Kosmetikindustrie dann wieder ein anderes spezielles Thema zu sein.
Und der Satz mit 30 ist man eben nicht mehr 25 beinhaltet ja auch jede Menge wahres.
Paul ist jetzt umgerechnet so ca 50. Eigentlich ist das noch nicht wirklich alt, aber dennoch verändert er sich: Kommen Männer da nicht in Midlifecrisis? Er zieht sich zumindest immer häufiger zurück, sucht sich ein stilles Plätzchen. All die Hektik und Theo-Mittendrin-anstatt-nur-dabei sind anscheinend zu viel. Schlafen hilft gegen zu viel Alltagsstress. Oder im Treppenhaus. Da gibt es einen Aufzug. Als Theo noch klein war sind wir immer Aufzug gefahren. Jetzt bleibt Paul öfters vor dem Aufzug stehen und wartet. Trottet dann enttäuscht und betont langsam hinter mir her, während Theo und ich schon die zwei Stockwerke weiter sind.
Ich würde nicht so weit gehen, dass wir für die morgendliche Runde bereits fünf Minuten länger brauchen, aber eine Tendenz zum Trödeln ist doch auszumachen. Aber er wirkt häufig wie folgt: müssen wir heute schon wieder joggen? Ein gemütliches Ründchen im Wald würde doch auch reichen…
Im Gegenzug zu Staubsauger Theo frißt Paul sein Futter genüßlich langsam. Andere Hunde … nun ja wie soll es beschreiben? Sind nicht da oder werden angemacht nachdem man sie freundlich begrüßt hat. Aber ach was solls. Altern ist ja keine Krankheit und beginnt ja schon mit der Geburt. Alles rein biologisch sozusagen:
Auf den Körper wirken während eines Lebens jede Menge äußere Einflüsse, welche zu Verschleiß- und Vergiftungserscheinungen führen. Denn jede einzelnen Zell- und Gewebsbestandteile verlieren im Laufe ihrer Zeit an funktionstüchtigkeit. So kommt es zu einer geringerer Belastbarkeit von Gewebe und zur Beeinträchtigung Zellfunktionen im Alter.
Wer sich jetzt fragt bin ich – pardon – mein Lieblingsköter alt, bekommt hier ein paar Merkmale:
+ Das Haarkleid verändert sich – sprich es wird grau.
+ Sowohl Seh- als auch Hörvermögen lassen nach
+ Keine Lust auf Bewegung und ein noch größeres Bedürfnis nach Schlaf
+ Weniger Essen und trotzdem zunehmen- Übergewicht
+ Kautzigkeit- Veränderungen im Verhalten: Alterssenilität, Starsinn, Dickköpfigkeit
+ Anfälligkeit- Die Körperfunktionen verändern sich, Gelenke sind unter Umständen verschlissen. Eine ideale Plattform für viele Krankheiten.
Man ist nur so alt wie man sich fühlt? Ob das auch für den Paul gilt?









