Mit dem Hund in der Bretagne – Teil 1: Die Anreise
Schnee war für unseren geplanten Anreisetermin angesagt. Nach einem schweren Winter hatte sich Anfang März gerade ein wenig Frühling gemeldet, da wollte der Winter wiederkommen. Bis zu 20 cm Neuschnee wurden angesagt und es war fraglich, ob wir mit unserer Nachtfahrt ans Ziel kommen würden.
Daher wurde alles umgeworfen und wir fuhren schon nachmittags gegen 15.30 Uhr los. Zwölf Stunden vor dem geplanten Start! Rückblickend betrachtet, erwies es sich dann als richtige Entscheidung. Eine Stunde nachdem wir Wuppertal verlassen hatten, ging dort der Schneesturm los. Meine Eltern bekamen das Chaos am Samstag auf ihrer Reise an die Ostsee richtig mit. Wir sahen nur ein paar kleine Flocken in den Ardennen, die uns aber nicht aufhalten konnten.
Da wir ja genügend Zeitpolster hatten, ließen wir es recht ruhig angehen. 841 Kilometer lagen vor uns bis zu unserer Ferienwohnung in Mont Dol. Deutschland ließen wir sehr schnell hinter uns und erreichten Belgien. Leider sind dort die Straßenverhältnisse miserabel. Dementsprechend war die Höchstgeschwindigkeit bei uns maximal 100 Stundenkilometer, denn selbst im großen Volvo-Kombi merkten wir jedes Schlagloch.
Ich empfehle aber auch, Rastplätze mit dem Hund in Belgien zu vermeiden. Auf dem Rückweg musste Nelly raus und so hielten wir am nächsten Rasthof. Dort lag nur Müll herum: Glasscherben, Folien, Papier und Essensreste. Der nächste Rasthof sah genauso aus. Hier wäre es wirklich besser, vor dem Grenzübertritt, entweder in Deutschland oder in Frankreich, die Hunde noch einmal raus zu lassen, damit sie sich lösen können.
In Frankreich machte mir das Autobahnfahren dann richtig Spaß! Für die Fahrt auf den Autobahnen muss man Mautgebühren entrichten und dementsprechend wenig Verkehr ist dort unterwegs. Zusätzlich gibt es dort auch noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung bei 120 Stundenkilometern. Somit kann man ganz gemütlich über die Autobahn zockeln und braucht sich keinem großen Stress aussetzen.
Die Mautgebühren müssen am Schalter in bar bezahlt werden. Am ersten Schalter holt man sich aus dem Automaten ein Ticket und nach einer gewissen Wegstrecke kommt ein weiterer Schalter, wo das Ticket eingelesen wird und man die Maut entrichten muss. Insgesamt beliefen sich diese Kosten auf gut 30,- Euro.
Da wir ja erst am nächsten Morgen in Mont Dol erwartet wurden, machten wir natürlich oft genug Pause. Natürlich waren die Runden mit dem Hund begrenzt. Hin und wieder konnte man das Gelände des Rasthofes verlassen, endete aber oft im Dunkeln auf irgendeinem Feld. Diese Pausen nutzte ich dann auch, um mich das ein oder andere Stündchen aufs Ohr zu legen. Doch mehr als eine Stunde konnte man den Wagen nicht in der Kälte stehen lassen. Das Thermometer hatte sich so um den Gefrierpunkt eingependelt und warnte immer wieder vor Straßenglätte.
Nach zwei ausgiebigen Pausen mit Laufen für Nelly und schlafen für mich, näherten wir uns im Morgengrauen dem Städtchen Mont Dol. Langsam ging die Sonne auf und es gab kein Wölkchen am Himmel. Das Wetter war gut und es hielt sich fast über die komplette Woche in der Bretagne. Zwar war es recht kühl bei um die 8° C und windig, aber dafür gab es den ganzen Tag Sonne!







