Selbstbedienung
Beschäftigung für den Hund
Von Herrchen selbst gebaut von Jerry selbst bedient
[via stadthunde.com]
Beschäftigung für den Hund
Von Herrchen selbst gebaut von Jerry selbst bedient
[via stadthunde.com]
Nachdem Nelly und ich ja auf unseren Touren schon einige Übernachtungsmöglichkeiten kennen gelernt hatten, haben wir noch nie eine Nacht gemeinsam in einem Zelt verbracht. Da hörte sich das Jahrestreffen meiner Aikido-Gruppe zu Pfingsten doch sehr verlockend an: Vier Tage campen in Brüggen nahe der niederländischen Grenze.
Zwar war Nelly mit Fremden nicht immer gut zu sprechen und braucht ihre Zeit, um mit neuen Leuten warm zu werden, aber das konnte mich nicht wirklich abschrecken. Da Brüggen ja nur 80 Kilometer von Wuppertal weg liegt und die Anreise mit dem eigenen Auto bewerkstelligt wurde, hätte ich zur Not auch abbrechen können und wäre mit ihr wieder nach hause gefahren.
Jetzt brauchten wir natürlich erst einmal ein Zelt! Nach der Recherche im Internet fand ich bei der Firma Süd-West ein Schnäppchen für gut 80,- €. Das Robens „Forest Lodge“ war knapp die Hälfte billiger! Es ist ein Zwei-Personen-Zelt mit zwei geräumigen Apsiden (Vorzelt).
Da ich nicht wusste, wie Nelly auf das Zelt reagiert, baute ich es nach der Lieferung schnell im Garten auf. Das klappt mit ein paar Anfangsschwierigkeiten ganz gut. Und Nelly beäugte unser Feriendomizil eher skeptisch. Doch Angst hatte sie keine und tapste unbefangen durch das Zelt. Die Apside erwiesen sich als groß genug, um einen Hund aufzunehmen. Denn Nelly sollte schon im Vorzelt bleiben. Nur wenn sich dies als nicht machbar erwies, wollte ich sie mit ins Zelt nehmen.
Am Tag der Abreise war Nelly sehr aufgeregt! Sie merkte, dass etwas im Busch war. Ständig packte das Herrchen irgendwelche Taschen und brachte diese dann ins Auto. So tänzelte sie jedes Mal um mich rum, nur damit ich sie ja nicht vergesse. Oh, was war die Freude groß, als sie endlich in den Kofferraum springen konnte und es endlich los ging.
Die Strecke nach Brüggen war in einer guten Stunden geschafft und außerhalb von Brüggen lag das Heidecamp vor uns. Einige Sportkameraden waren auch schon und begrüßten mich sehr lautstark. Natürlich wußte alle um die Probleme, die ich mit Nelly und Fremden hatte und so ließen sie sich nicht von Nellys Gekläffe und Geknurre stören.
Die Campingplatzverwaltung kam mir dann mit Nelly auch ein wenig entgegen und wir konnten unser Zelt ein wenig abseits von der Gruppe hinter einer Hecke neben der Kirche aufstellen. Während des gesamten Aufenthaltes bekamen wir dort keine Nachbarn mehr und so konnte ich Nelly dort gut festgebunden auch einmal kurz alleine lassen.
Natürlich gab es an dem Platz auch einen Nachteil! Wir befanden uns direkt am Zaun zur Zufahrtsstraße und es kamen lauter Hundebesitzer, Fahrradfahrer, Spaziergänger oder Inliner vorbei, die Nelly am ersten Tag recht kräftig verbellte.
Auch mein neues Zelt war sehr schnell aufgebaut und das gesamte Gepäck im hinteren Vorzelt untergebracht. Nelly musste ich leider während unserem gesamten Aufenthalt auf dem Zeltplatz angebunden bleiben, da sie sehr verteidigungsbereit war. Dafür haben wir aber lange Spaziergänge im angrenzenden Naturschutzgebiet „Brachter Wald“ gemacht, so dass sie, auch aufgrund der Hitze, ziemlich platt und daher dann auch ruhiger war.
Den Bereich im Vorzelt, der Nelly als Schlafplatz dienen sollte, wurde von mir mit einer Picknickdecke ausgelegt. Diese Decke hatte nach unten hin eine isolierende Folie, die die Bodenkälte abschirmen sollte. Nahe an einer Zeltecke im Apsis drehte ich einen Erdspieß in den Boden, damit ich Nelly dort anbinden konnte, während ich schlief. Zum Anbinden nutzte ich dann noch eine Kette, da sie mir in letzter Zeit schon einige normale Leinen durch genagt hatte.
Die erste Nacht verlief erstaunlich ruhig . Ich hatte zwar das Moskitonetz geschlossen, doch den Einstieg ins Innenzelt geöffnet, damit Nelly mich sehen konnte und auch ich nachschauen konnte, ob sie noch da war. Natürlich war der Eingang des Außenzeltes geschlossen und so schliefen wir recht entspannt die Nacht durch.
Am nächsten Tag nutzte Nelly während des Tages immer wieder das Vorzelt als Hundehütte und zog sich zurück, wenn es ihr zu viel wurde. Ihr Gekläffe wurde zwar weniger, aber meine Sportkameraden waren für sie ein rotes Tuch! Einzig meine Trainerin wurde geduldet, da Nelly sie kannte und sie auch selber Hundebesitzerin ist.
Auch die nächsten Nächte klappten im Zelt ohne Probleme. Nelly wollte zwar morgens immer mal wieder ins Innenzelt zur Begrüßung, nahm aber ihren Platz im Vorzelt gut an.
Als Fazit komme ich grundsätzlich zu einem positiven Ergebnis. Nelly ist durchaus fürs Zelten geeignet. Nur eben nicht als Mitglied einer großen Menschenansammlung, sondern eher wenn man mal eine Trekkingtour laufen will und nachts immer mal wieder auf Campingplätzen übernachten muss. Natürlich muss dann auch die Campingplatzverwaltung mitspielen und mich und Nelly ein wenig separieren.
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Natürlich habe ich da wieder einen Artikel geschrieben. Diesmal beleuchte ich die Bindung zwischen Hund und Mensch. Wie man die Bindung richtig aufbaut ist dabei die zentrale Frage.
Hier geht es zum PDF-Download:
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