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Archiv: Juni, 2010

Überhitzung bei Hunden

7
Mag ich
Montag, 2010-06-28

Hot town … summer in the city

Endlich. Der lang ersehnte Sommer ist da. Temperaturen von 30 °C und später Sonnenuntergang verlagern das Leben ins Freie. Aber was tun wenn deinem Lieblingsköter einfach zu heiß ist?

Warum muss der Hund überhaupt seinen Wärmehaushalt regulieren? Ziel ist natürlich die Aufrechterhaltung der inneren Körpertemperatur. Da bereits Abweichungen von mehr als 5° C schwerwiegende Folgen für den Organismus haben ist es für jedes Tier lebensnotwendig seinen Wärmehaushalt regulieren zu können. Eine konstante Körperinnentemperatur kann nur beibehalten werden, wenn Wärmebildung und Wärmeabgabe im Gleichgewicht stehen. Um eine Hyperthermie zu vermeiden, kommt im Sommer einer effektiven Wärmeabgabe die entscheidende Bedeutung zu.

Wärmebildung meint den Transport der Wärme vom Körperkern zur Körperoberfläche mit dem Blut.
Wärmeabgabe, die Abgabe der Wärme von der Körperoberfläche an die Umgebung.

Der effektivste Weg die Wärme von der Körperobefläche an die Umgebung abzugeben ist die Verdunstung von Wasser. Beim Mensch funktioniert dies z.B. über das Schwitzen. Beim Hund sind allerdings nur wenige Schweißdrüsen in der Haut existent, zahlreicher vertreten sind diese lediglich an Zehen- und Sohlenballen. Ihre thermoregulatorische Bedeutung ist jedoch verschwindend gering. Der Hund verdunstet Wasser und reguliert damit seine Wärmeabgabe indem er Hechelt. Für alle dies gern Besserwissen: Polypnoe ist der gesuchte Fachbegriff fürs hecheln.

Das Bild von einem hechelnden Hund kennt jeder, das Maul ist geöffnet und die Zunge hängt herab. Dein Lieblingsköter atmet dann vorwiegend über die Nase ein und das Maul aus. er steigert die Atemfrequenz auf 130 – 300 Züge/Minute (Normalwert 40 Züge/Minute) und setzt die Atemtiefe herab. Die Atemtätigkeit wird also über die Bedürfnisse des Gaswechsels hinaus gesteigert. Beim Hecheln verdunstet Wasser über die Schleimhäute des Maules, des Rachens, der Luftröhre und der Lunge sowie die abgegebene Atemluft. Die Verdunstung von einem Liter Wasser entzieht dem Körper ca. 2430 kJ , die notwendige Wärmeabgabe wird also von einem erheblichen Wasserverlust begleitet. Im Sommer braucht dein Köter als wesentlich mehr Wasser als im Winter.

Extreme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, fehlende Luftzirkulation und Überanstengung stören die Thermoregulation beim Hund.

Hier ein paar Tipps wie Du deinen Hund vor Überhitzung schützen kannst:

1. Lass deinen Hund an warmen Tagen nicht im Auto sitzen
2. Muss er trotzdem auf dem Supermarkt-Parkplatz warten, binden ihn lieber im Schatten, aber draußen an, als ihn im Auto zu lassen. Mit ein bisschen Wasser gehst du absolut auf Nummer sicher.
3. Der Hund sollte im Auto immer etwas zu trinken haben.
4. Vermeide es mit deinem Lieblingsköter in der Mittagshitze spazieren zu gehen, denn besonders Hunde mit langem oder dichtem Fell sind anfällig für Überhitzung. Bei Hitze kann das Tier seine Körperwärme durch das lange oder dichte Fell schlechter nach außen abgeben.
5. Gib deinem Hund auf Spaziergängen die Möglichkeit zu einer Abkühlung im Bächlein oder See.
6. Beachte, daß der Kreislauf eines älteren oder auch kranken Hundes mit großer Hitze sehr viel schlechter zurecht kommt, als der eines jungen, gesunden Hundes.
7. Auch im Haus sollte der Lieblingsköter ein kühles Plätzchen haben
8. Unglaublich aber wahr: Hunde dürfen bei heißem Wetter auch mal kein Hunger haben! Wenn dein Lieblingsköter mal nichts frißt ist dies auch nicht gleich ein Grund zur Besorgnis
9. Frische Wasser ist wohl klar, aber bitte auch den Futternapf gut reinigen: Reste können schnell verderben
10. Es gibt Hunderassen die anfälliger für Überhitzung sind als andere. Hierzu zählen vor allem kurz-schnauzige Rassen, wie Mops, Französische- und Englische Bulldoggen und Boxer usw. Gib also besonder Obacht.

Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind im übrigen starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe. Auch Bewusstlosigkeit kann auftreten.
Stellst du die ersten Anzeichen fest, gehört dein Hund schnell an einen kühlen Ort oder zumindest in den Schatten. Zuerst sollten langsam die Beine, dann den Körper mit feuchten Tüchern oder Decken gekühlt werden. Überschütte deinen Hund auf keinen Fall mit einem Eimer Wasser, dies kann einen Herzstillstand auslösen.
Ist dein Lieblingsköter bei Bewußtsein, gebe ihm kleine Schlucke handwarmes Wasser. Hab die Nummer deines Tierarztes immer zur Hand, ruf ihn an gib Bescheid, dass du kommst, damit er alles für die tierärztliche Notfallmaßnahmen vorbereiten kann. Diese können nötig sein, auch wenn dass Tier sich leicht unter Deiner ersten Hilfe erholt hat. Ein Besuch beim Tierarzt sollte unbedingt erfolgen, es kann lebensgefahr bestehen.

Hund im Backofen oder Hot Dog? Nein danke!

5
Mag ich
Sonntag, 2010-06-27

Tasso Aktion wird auch 2010 fortgesetzt

Sommer, Sonne, Sonnenschein – nach einem ausgelassenen Spaziergang gehts noch schnell in den Supermarkt. Leider wollen bei dem tollen Wetter ziemlich viele Menschen Eis und Grillgut kaufen und am Ende bin ich doch nicht “nur eben” in den Supermarkt gesprungen. Meine Hunde warten im Auto. Die fünf Minuten. Der Wagen steht im Schatten und ich hab ja die Fenster einen Spalt auf. So denken wohl viele. Aber es müssen draußen noch nicht mal hochsommerliche Temperaturen herrschen, um den Lieblingsköter in Gefahr zu bringen. Dafür reichen schon 20 °C. Steht ein Wagen in der Sonne braucht es nur wenige Minuten bis sich dieser von innen aufgeheizt hat. Schon das kann eine lebensbedrohliche Situation für den Lieblingsköter bedeuten. Hunde und Katzen schwitzen anders als der Mensch: durch Hecheln wird der Wäremhaushalt reguliert. Wasser verdunstet. Hat der Hund nun wiederum keine Möglichkeit den Flüssigkeitshaushalt nachzufüllen überhitzt der Hund. Die Körpertenmparatur steigt weiter an, was man auch Hypterthermie nennt.

Und hier fängt es an für den Hund sehr gefährlich zu werden: ab 40 °C Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das körpereigene Eiweiß (es passiert dass, was passiert Du dir ein Ei in der Pfanne machst. Leider bekommst du aus dem Spiegelei kein rohes Eis mehr …), was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann. Zellen und Organe werde geschädigt oder zerstört.

Also vielleicht beim nächsten Einkauf den Hund doch vorher nach Hause bringen! Das Argument „nur kurz“ zählt ebenso wenig wie das zwei Zentimeter geöffnete Fenster Kühlung bringt. Außer du hast eine Klimaanlage!
Den Hund überhaupt nicht erst mitnehmen wenn es in einen Freizeitpark, ins Freibad oder sonst wo hin geht, wo man den Lieblingsköter nicht mitnehmen kann.

Aber was kannst Du tun, wenn Du einen Hund in Not im Auto siehst?

1. Verständige die Polizei.
2. Helfe umgehend. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein – und nur dann – schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.
3. Mache den Besitzer ausfindig – Lass den Halter des Fahrzeuges im Supermarkt, im Freibad oder wo auch immer ausrufen.
4. Unterstütze die TASSO-Aktion “Hunde im Backofen” und fordere kostenlos Postkarten an, die Du an Parkplätzen verteilen kannst.
5. Peta ist auch dabei. Hier kannst du ein Poster runterladen und es bei Dir zu Hause ausdrucken.

Umfrage: Hundespiele

4
Mag ich
Samstag, 2010-06-26

Wir wollen´s wissen …

Was sind des Köters liebsten Spiele?

Was spielt ihr mit euer Lieblinsköter am liebsten

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Yes we can!

3
Mag ich
Samstag, 2010-06-26

Das muss doch mal gesagt werden:

Endlich Sommer!!!
Tut das gut!!!

Mit dem Hund in der Bretagne – Teil 2: Mont Dol – das Basislager

5
Mag ich
Donnerstag, 2010-06-17

Endlich war Mont Dol erreicht! Jetzt mussten erst einmal die Fellmonster eine Runde drehen. Die langen Stunden im Auto waren für alle nicht gerade angenehm gewesen.

Natürlich mussten wir uns als erstes den Granitfelsen ansehen, nach dem das Dorf hier benannt worden war. Er ist schon imposant! Ragt er doch 65 Meter in die Höhe und ist die einzige große Erhebung in der doch eher flachen Küstenlandschaft.

In einem kleinen Arboretum am Fuße des Felsen fanden wir direkt einen Schaukasten, der uns auf archäologische Funde aus der Steinzeit hinwies. Sofort meldete sich der kleine Indiana Jones in mir und war Feuer und Flamme. Es sollte nicht das letzte Mal sein, das sich dieses Gefühl in dieser Woche einstellen sollte.

Viele schmale und steile Pfade führten um den Felsen herum. An diesem Morgen sind Nelly und ich auch schon einige gegangen, aber es blieb bei dieser ersten Tour nur bei einer groben Übersicht. Erst ein paar Tage später hatten wir an einem späten Nachmittag die Möglichkeit den Felsen wirklich zu erkunden.

Und es waren natürlich genau diese Wege, die ich mit Nelly erkunden wollte. Dabei stellte ich wieder fest, dass Nelly eine richtige Bergziege ist! Rauf auf den Felsen und wieder runter, durch schmale Durchgänge zwängte sie sich und hatte einen Heidenspaß. Nur mir wurde an einigen Steilkanten dann doch mulmig, dass Nelly so etwas vielleicht falsch einschätzen konnte und abstürzte. Da sie an der Leine war, wäre ich dann wohl mit gefallen!

Aber nichts von alledem ereignete sich und wir wurden mit herrlichen Ausblicken über die Landschaft belohnt. Bis zur Küste reichte der Blick und wir konnten in der Ferne sogar den Mont St.-Michel ausmachen.

Auf dem Gipfel des Mont Dol gibt es ein paar interessante Anziehungspunkte für Touristen, die ich natürlich nicht unterschlagen möchte. Es gibt dort einen Turm mit einer großen Madonna-Figur auf der Spitze und eine kleine Kapelle. Neben der Kapelle gibt es einen Felsen, in dem angeblich bei einem Kampf der Erzengel gegen den Teufel, der Teufel seine Krallen hinein geschlagen hat.
Desweiteren gibt es dort noch eine schöne alte Windmühle und ein Ausflugslokal, das aber außerhalb der Saison geschlossen ist.

Aber deswegen war ich ja eigentlich nicht hier! Ich wollte die Höhle finden, von der die Schautafel sprach. Somit probierten Nelly und ich jeden noch so schmalen Pfad vom Gipfel aus. Und nach mehreren Versuchen und verdreckten Klamotten standen wir endlich davor! Es ist immer ein erhebendes Gefühl, etwas verborgenes zu entdecken.

Natürlich blieben Nelly und ich eine Weile dort und untersuchten alles sehr genau, konnten aber keine neuen archäologischen Funde entdecken. So machten wir uns mit einem zufriedenem Gefühl  zurück zum Ferienhaus auf.

Da ich gerade das Thema Ferienhaus anspreche, wollte ich noch ein paar Worte zu unserem Basislager verlieren. Wir waren in einem kleinen, alten Steinhaus untergebracht. Neben einer Wohnküche mit allen erforderlichen Geräten gab es noch ein Badezimmer, eine Toilette und zwei Schlafzimmer. Die Einrichtung war einfach, aber zweckmäßig und sauber.

Der einzige Knackpunkt war eigentlich, dass draußen noch zu kalt war und die Wohnung nur mit Elektrokonvektoren beheizt werden konnte, da der Kamin gerade restauriert wurde. Dies hatte zur Folge, dass es abends und nachts dort sehr kalt wurde, da die Konvektoren, die Wohnung nicht richtig warm beheizen konnten. Demnach kühlte die Wohnung im Dunkeln sehr schnell aus und Temperaturen so um die 12 bis 14 Grad waren normal.

Da war ich sehr froh, dass ich in weiser Voraussicht eine Thermohose eingepackt hatte. Diese leistete mir kombiniert mit Wollsocken und   Wollpullover gute Dienste. Wenn es richtig kalt wurde, trug ich noch eine Softshell-Windjacke und dann war mir eigentlich recht warm. Einzig die Hausschuhe hatte ich vergessen, aber diese habe ich sehr preiswert in einem Supermarkt kaufen können und so stand auch wohligen Abenden nicht mehr viel im Wege.

 

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