Mit dem Hund in der Bretagne Teil 3 – Nelly und das Meer
Für Nelly war es das erste mal, dass sie an eine Küste kam. Dementsprechend war für sie das Meer völliges Neuland und daher kannte sie Salzwasser auch noch nicht!
Natürlich war unser erster Weg am Ankunftstag, nachdem wir die nähere Umgebung von Mont-Dol in Augenschein genommen hatten, das Meer. Etwas weiter nördlicher von unserem Basislager lag an der Küste die Stadt Vivier-sur-Mer. Dorthin machten wir uns zu Fuß auf und folgten den kleinen Kanälen zum Meer.
Leider herrschte Ebbe! Aber das kann man sehen, wie man will. Für die Hunde wurde der Strand somit unheimlich weit und sie konnte unangeleint alles selber erforschen. Einzig ein paar Traber mit ihren Pferden kamen vorbei und so musste Nelly nur kurz an der Leine laufen.
Sie hatte einen Heidenspaß durch den Schlick und den Sand zu laufen. Mit ihren zwei Hundebuddies konnte sie weit laufen und toben. Ohne Leine und fast grenzenlos ging es für die Hunde am Strand entlang.
Nach einer Weile bekam dann Nelly endlich Durst. Natürlich probierte sie das Salzwasser, dass in kleinen Bächen und Rinnsalen auch bei Ebbe vorhanden war. Dort zeigte sie sich aber nicht wirklich davon beeindruckt, dass das Wasser hier salzig schmeckte. Sie verzog zwar ein wenig das Gesicht, aber im Großen und Ganzen hielt sie immer wieder an und probierte es von neuem!
In Vevier-sur-Mer machte wir am Hafen auch eine Touristeninformation ausfindig. Dort versorgten wir uns mit allerhand Prospekten, die zum Teil auch auf Deutsch waren, mit interessanten Zielen in der Nähe. Der Mitarbeiter machte uns Vorschläge zu Wandertouren, die wir dort unternehmen konnten.
Leider scheint er aber ein paar Entfernungen ein wenig falsch einschätzen zu können! Für unseren Ausflug zum Mont-St.-Michel zeigte er uns eine Tour, die als Rundweg fast 50 km lang war. Dies ist für eine Tagesetappe mit Hund schon Schwerstarbeit.
Etwas weiter östlich von Vivier-sur-Mer liegt Cherrueix. Dies war unser Ziel am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Mont-Dol. Es wurde für die Hunde die letzte große Runde vor der Heimreise und da sollten sie nochmal richtig Gas geben können.
Zuerst wanderten wir am Strand weiter nach Osten, um die Zigeunerkapelle von St. Anne zu finden. Diese war das eigentliche Ziel der großen Wanderung die man uns in der Touristeninformation empfohlen hatte. Sie erwies sich aber am Mont-St.-Michel als zu weit. Aber von Cherrueix war sie innerhalb einer guten Stunde zu erreichen. Leider war sie nicht geöffnet und so zogen wir wieder Richtung Westen auf Cherrueix zu.
Dort angekommen schauten wir uns noch ein paar Windmühlen an, die restauriert jetzt in privater Hand waren. All dies konnten wir sehr gut über den Strand erreichen und so hatten die Hunde wirklich viel Raum, um sich auszupowern. Dabei war Nelly aber sehr gut steuerbar. Während der Ebbe lief sie zwar weiter weg in den Schlick. Aber sie verlor mich nie aus den Augen. Auch als ihre zwei Buddies mal tiefer in den Norden vordrangen, blieb sie bei mir und jagte lieber ein paar Möwen.
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