Das “Ich” und “Du” im Tier
Warum essen wir eigentlich keine Hunde?
Tiere haben in unserer Gesellschaft eine sehr ambivalente Rolle. Von Kindersatz, bester Freund bis hin zum emotionslosen Fleischlieferant. Obwohl die Wissenschaft heute weiß, dass Schweine sehr intelligente und emotionsbetonte Tiere sind geht der Mensch achtlos und respektlos mit dem Tier um, welches sich hinter dem Konsumgut “Fleisch” verbirgt. Ein Hund hingegen wird gehegt und gepflegt, das Beste ist gerade gut genug für den vierbeinigen Liebling.
Fast jeder Haustierbesitzer, der sich ein bisschen auf sein Meerschwein, sein Kaninchen, sein Vogel sein Heimtier einlässt wird ohne Zweifel bestätigen, dass diese Tiere Persönlichkeit besitzen, Emotionen äußern können, komplexe Sozialstrukturen innerhalb ihrer Gruppe aufweisen. Aber wie schafft der Mensch es, doch immer wieder eine so große Distanz zwischen dem eigenen geliebten Haustier und den Fleisch liefernden Tieren herzustellen? Biologisch gesehen ist der Mensch “…innerhalb der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten“. Die Abgrenzung von Mensch und Tier bleibt im Alltag allerdings bestehen. Urpsrung dieses Denkens ist in der Zeit der Aufklärung zu finden. Vorallem René Descartes begründete die Unterscheidung zwischen Natur und Kultur sowie zwischen mechanischem Tier und rationalem, mit Geist ausgestattetem Menschen. Die Unterscheidung – besser die Abgrenzung von Mensch und Tier – ist aber nicht angeboren. Jeder kennt die Geschichte der Großeltern, die in den Kriegs- oder Nachkriegsjahren ein Kaninchen hatten, bis es eines Tages “endlich” mal wieder Fleisch zum Essen gab. Kinder verlieren in dem Moment, wo sie den Zusammenhang zwischen Fleisch das sie essen sollen und Tieren die sie kennen ein Stück ihrer Unschuld. Auch die Gesellschaft der Erwachsenen sieht unsere Tiere nicht mit rein rationalen, descartischen Augen, vielmehr existiert ein viel differenzierteres und auch widersprüchliches Bild vom Tier.
Soziologen der Universität Hamburg haben sich zur Forschungsgruppe Group for Society and Animal Studies (GSA) zusammengeschlossen, um sich der Frage anzunehmen, wie die Unterscheidung zwischen Mensch und Tier hergestellt wird.
Wer mehr zu diesem super spannenden Thema lesen will, schaut in der GEO.de nach. Wer sich Gedanken über seinen Fleischkonsum machen möchte “Vorsicht, Fleisch!”, “Fleischskandale und kein Ende in Sicht … ich glaube das reicht erstmal …






